Liebe Gemeindemitglieder,

Mitten in der Osterzeit erklangen plötzlich fremde Klänge, Trommeln, afrikanischer Gesang in der KiTa, Bilder von Buschmännern hingen an der Wand, afrikanische Körbe und Tierschnitzereien standen vor dem Büro von Frau Rieck und Mobiles aus Stachelschweinborsten, Straußenei und Teufelskrallensamen hingen von der Decke.

Was war passiert?

Frau Rieck und Frau Schydlo hatten eine Woche vor Ostern einen Stand mit Kunsthandwerk von Ombili aus Namibia aufgebaut, um dieses Projekt zu unterstützen:

Ombili, eine gemeinnützige Stiftung im Norden Namibias, nahe der Stadt Tsumeb, versucht seit nunmehr 28 Jahren ein Buschmannvolk (San) vor dem Untergang zu bewahren.

Ombili heißt auf Ovambo-Dialekt „Frieden“. Und friedvoll soll auch die Wiedereingliederung der San in die moderne Gesellschaft vollzogen werden. Kindergarten, Schulklassen, Lehrstellen, Werkstätten und Arbeitsplätze entstehen nach und nach und werden an den Bedürfnissen der San aufgebaut.

Hilfe zur Selbsthilfe heißt das Motto.

Es sollen also nicht mit Spenden einfach mal schnell nach deutschen Vorstellungen Gebäude hochgezogen, Bildungsmaterialen gekauft und Bäuche gefüllt werden, sondern die San sollen sich selber mit beteiligen. Ihre Arbeitskraft, Motivation, Ideenreichtum und vor allem ihre eigenen Bedürfnisse sind dabei gefragt!

So werden ihre Schnitzereien, Körbe, Schmuck und Mobiles eingekauft und an Touristen (oder Menschen in der KiTa Pusteblume ….) verkauft.

Von dem eingenommenen Geld sollen aktuell drei weitere Klassenzimmer gebaut und ein Traktor für die eigene Plantage angeschafft werden. Der Erlös gelangt zu 100 % durch Frau Schydlo an die Stiftung, da sie seit 21 Jahren auf Ombili und seit zwei Jahren mit im Stiftungsvorstand tätig ist.

An dieser Stelle sei noch einmal sehr, sehr herzlich Frau Rieck gedankt, die dieses Projekt sehr engagiert und liebevoll unterstützt hat und dabei ihr kreatives und perfektes Verkaufstalent unter Beweis gestellt hat! Über 270,- € wurden eingenommen und an Ombili überwiesen! Vielen Dank!

Ein Herzliches Dankeschön auch allen, Mitarbeitern, Eltern, Kindern und sonstigen Käufern, die Ombili großzügig mit unterstützt und fleißig eingekauft haben und die sehr interessiert Hintergründe und Details erfragt haben!

Darüber hinaus entstand nämlich bei der letzten Reise nach Namibia eine Bilddokumentation, die uns zeigt, mit welch mühevollen Schritten ein Makalani-Palmblatt-Korb entsteht:

Vielleicht entsteht daraus auch mal ein neues Projekt in der KiTa: Körbe flechten?

Auf jeden Fall war es nicht nur für die Kinder spannend, einen Blick in das Leben anderer Kulturen zu werfen. Ganaku („Danke“),

Ihre KiTa-Fachkraft für Sprache:

Heike Schydlo

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